Ein wenig Geschichte... argaiv1466
In den späten 50er Jahren, erkannte der Vorstand der "Aéroports de Paris" zu Recht, dass durch die massive Ausweitung des Flugverkehrs und die schnelle Auslastung der Flughäfen Le Bourget und Orly der Bau eines neuen Flughafens erforderlich wurde.
Bis zum Jahr 1964 war Roissy ein 1250-Seelen-Dorf des Pays de France Gebietes, welches zu 95% landwirtschaftlich genutzt wurde. Doch die späten 60er und die 70er Jahre hingegen entwickelten sich zu einem Albtraum für die Einwohner.
Am 13. Januar 1964 beschloss die Regierung einen neuen Flughafen zu bauen. Dieser sollte auf den landwirtschaftlichen Flächen des „Pays de France“, 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt, gebaut werden. Die Ankunft der Baumaschinen briachte nicht nur Lärmbelästigungen mit sich, sondern verursacht auch erheblichen Schäden an den Straßen des Dorfes (Schlamm, zerstört Rohre ...), da die Zufahrt zu den Baustellen durch Roissy-en-France führte.
Am 13. März 1974 verfolgte Roissy die Einweihung und Inbetriebnahme des Flughafens Charles de Gaulle, welcher flächenmäßig der größte in Europa war. Sein Bau Anfang 1968 hatte zutiefst das Erscheinungsbild der Gemeinde verändert. 800 Hektar der 1400 Hektar Land wurden der Gemeinde genommen. Durch die zu erwartenden Lärmbelästigungen war es von nun an verboten neue Wohnungen zu bauen. Dieser Baustopp bedrohte mittelfristig die Existenz des Dorfes. Nur sehr wenige konnten sich vorstellen, dass der Bau des Flughafens eine große lokale und regionale wirtschaftliche Revolution mit sich bringen könnte.
Roissy steht vor seinem Schicksal: Es ist nicht länger ein von Feldern umgebenes Dorf, sondern einen Gemeinde auf der Suche nach einer neuen Identität.
Zu ihrem Erstaunen stellten die Dorfbewohner bald fest, dass ein Leben mit dem neuen Nachbarn möglich, es aber notwendig war, die Dynamik der Bevölkerung wieder herzustellen.
Zu diesem Zeitpunkt hätte sich noch niemand vorstellen können, dass der Name dieses Dorfes von Menschen aller Nationalitäten und Kontinenten ausgesprochen werden sollte: Roissy Charles de Gaulle.
Im Jahr 1976, 18 Monate nach der Einweihung des Flughafens, eröffnete das erste Hotel auf der „Allée du Verger“. Eine neue wirtschaftliche Ära war geboren, neue Chancen eröffnet, aber viele Schwierigkeiten mussten noch überwunden werden.
Im Jahr 1977 entschloss sich die Gemeinde von André Toulouse (Bürgermeister von Roissy-en-France) zu mehreren Neuerungen:
Durch den Erhalt eines sogenanntes „POS“ (Flächennutzungsplan) sollte angemessener Wohnraum für die ehemaligen landwirtschaftlichen Arbeitnehmer geschaffen werden
Auch die Wasser- und Abwasserversorgung des Dorfes mussten erneuert werden. Bohrungen wurde dann im Jahr 1978 durchgeführt und im folgenden Jahr in Betrieb genommen.
Im Jahr 1980 wurde der Sport-Komplex „Tournelles“ geschaffen und bis heute verbessert und ausgebaut.
Schließlich ermutige das städtische Team die Sanierung von Altbauten und bot den Besitzern Unterstützung an, Anträge auf öffentliche Zuschüsse zu erhalten. So blieb der ursprüngliche Charakter des Dorfes erhalten.
Im Oktober 1996 wurde das Kulturzentrum „Orangerie“ eröffnet.
Im Jahr 2003 entschied sich die Gemeinde ein Fremdenverkehrsbüro zu eröffnen, um die Dynamik des Tourismussektors zu begleiten.
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