Besichtigung des dorfes mit Audioguide

Roissy-en-France verrät Ihnen seine Geheimnisse.

Nehmen Sie sich die Zeit für eine kurze Begegnung, zu einer ebenso überraschenden wie nützlichen Entdeckung. Die Entdeckung eines atypischen und funktionellen Ortes. Jedes Dorf hat eine Geschichte. Roissy hätte die seine beinahe verloren. Doch das echte Bauerndorf gallo-römischen Ursprungs widersteht der Ausweitung des Flughafens. Ein Winkel der Menschlichkeit, in dem jedes Zeugnis der Vergangenheit akribisch beschützt und restauriert wurde.

 
Le parc de la mairie
Le parc de la mairie
Le village
Le village
Le village
Le village
Le village
Le village
Point Tourisme Information Terminal 1
 

Wie funktioniert der Audioguide?

Entdecken Sie Schritt für Schritt die Geschichte eines authentischen und atypischen Dorfes … Lassen Sie sich von Roissy-en-France erzählen, seiner Kirche, seinem Schloss, seinem Park, seinen Bewohnern ...
Lernen Sie in 18 Schritten die historischen Relikte, das Schloss, die Kirche Saint-Eloi und die Geschichte des Dorfes kennen,  das innerhalb von 20 Jahren vom Plug zum Überschallflugzeug überging.

Sie können Ausschnitte aus der Audio-Besichtigung anhören, indem Sie auf die untenstehenden Videos klicken.

Dauer: zwischen 1 und 1,5 Stunden
Sprachen: Französisch – Englisch – Spanisch
Preis: 1 € (Hinweis für den Verleih des Audioguides: Sie werden gebeten, als Kaution einen Ausweis oder Pass bei der Touristeninformation zu hinterlegen

Das Dokument "Visite audio-guidée à Roissy-en-France" herunterladen
Hören Sie Ausschnitte aus unserem Audioguide ...Fichier PDF (430 ko).

 

Écoutez des extraits de notre audioguide...

 

 

Légende

Ein wenig Geschichte

Gegen Ende der 1950er-Jahre sahen die Verantwortlichen der Pariser Flughäfen zu Recht eine deutliche Ausweitung des Luftverkehrs und damit die baldige Überlastung der Drehkreuze Bourget und Orly voraus. Der Bau eines neuen Flughafens drängte sich auf.
Im Jahr 1964 war Roissy ein 1250-Seelendorf des Pays de France, dessen Gebiet zu 95 % aus Ackerland bestand.

Die 1960er- und 1970er- Jahre erlebten die Bewohner von Roissy als regelrechten Albtraum.

Mit dem allgemeinen Bauverbot entvölkerte sich das Dorf nach und nach. Mehrere Jahre lebten die Bewohner in völliger Ungewissheit. Nur wenige Menschen konnten sich damals vorstellen, dass der Bau des zukünftigen Airports eine wunderbare wirtschaftliche Revolution für den Ort und die gesamte Gegend mit sich bringen würde.

Mit ihrem Erlass vom 13. Januar 1964 beschloss die Regierung den Bau eines neuen Flughafens.
Dieser würde auf den Feldern des Pays de France entstehen, 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Mit den Arbeiten kamen die Belästigungen und bedeutenden Schäden an den Dorfstraßen (Lastwagen, Schlamm, kaputte Kanalisation ...), denn die Zufahrt zur Baustelle führte durch das Dorf.

Am 13. Mürz 1974 erlebte die Gemeinde nach Jahren des Bauens die Eröffnung und Übergabe des Flughafens Charles-de-Gaulle, dem der Fläche nach größten Airport Europas. Sein ab dem Jahr 1968 begonnener Bau veränderte das Aussehen der Gemeinde von Grund auf. Von den 1400 Hektar Gemeindegebiet wurden 800 Hektar eingezogen. Die Aussicht auf Lärmbelästigungen zog – mitten auf den Feldern – ein Bauverbot für neuen Wohnraum nach sich, was mittelfristig die Existenz des gesamten Dorfes gefährdete.

Roissy sieht sich seinem Schicksal gegenüber: Es ist nicht mehr ein Dorf inmitten von Feldern, es ist ein Dorf auf der Suche nach einer neuen Identität.

Die Unsicherheit, die über seiner Zukunft schwebte, ließ jede Initiative erstarren. Seine Umgebung war völlig umgekrempelt. Doch zu ihrem allergrößten Erstaunen merkten die Bewohner schnell, dass ein Zusammenleben mit dem neuen Nachbarn möglich war. Nach dieser frohen Erkenntnis war es notwendig, den Menschen neue Hoffnung zu geben und ihre Dynamik wiederzubeleben.

In jenem Jahr konnte sich noch niemand vorstellen, dass der Name des Dorfes von Menschen aller Nationalitäten und aus allen Kontinenten ausgesprochen werden würde:  Reiseziel Roissy Charles de Gaulle.
Im Jahr 1976, eineinhalb Jahre nach der Einweihung des Flughafens, öffnete das erste Hotel mit der Hausnummer 1 an der neuen Allée du Verger seine Pforten. Eine neue wirtschaftliche Ära brach an. Neue Chancen taten sich auf, doch waren auch ebenso viele Schwierigkeiten zu meistern.

Im Jahr 1977 brachte diese Erkenntnis den neuen, von André Toulouse (Bürgermeister von Roissy-en-France) geführten Gemeinderat dazu, mehrere Maßnahmen zu ergreifen: Das Wichtigste war die Aufstellung eines Flächennutzungsplans (Plan d'Occupation des Sols, POS), ein Bauprogramm für einhundert Wohneinheiten mitten im Ortskern wurde verabschiedet, das es nebenbei erlaubte, dem Dorf ein urbaneres Aussehen zu geben. Gesundheitsschädliche Bausubstanz wurde nach und nach beseitigt und machte anständigen Wohnungen für die ehemaligen Arbeiter in der Landwirtschaft Platz. Diese Bauten machten die komplette Erneuerung der Wasserversorgung des Dorfes notwendig, gleiches galt für die Entwässerung: Deshalb wurde im Jahr 1978 ein neuer Brunnen angelegt und im darauffolgenden Jahr in Betrieb genommen.

Im Jahr 1980 wurde der Sportkomplex Les Tournelles geschaffen und in der Folge immer wieder verbessert.

Und schließlich unterstützte der Gemeinderat die Erneuerung der alten Bausubstanz, indem er die Anträge auf öffentliche Beihilfen übernahm, um so die Hauseigentümer dazu zu bewegen, das Dorf zu renovieren und gleichzeitig seinen Charakter zu erhalten.

Als Zeichen der Erneuerung wurde im Jahr 1979 die – seit 1964 erste – Baugenehmigung erteilt.

Im Oktober 1996 wurde das Kulturzentrum Orangerie eingeweiht.

Im Jahr 2003 richtet die Gemeinde die Touristeninformation ein, um die Dynamik in diesem Bereich besser zu kommunizieren ...